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◼︎ Jörg A. Kamphaus

Über Online-Marketer und Millionenumsätze

Was ist dran an den großen Zahlen?

Online-Marketer nennen große Umsatzzahlen; Millionen-Umsätze und das als “Passives Einkommen”. Was ist dran an den vielen Aussagen und kann das wirklich, wie oft vermittelt, jeder?

Nov, 2017 | Online Marketing |

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Online-Marketer

Wenn man sich mit dem Thema Online Marketing auseinandersetzt, kommt man früher oder später an den vielen Online-Marketern der Branche nicht vorbei. Ob in Youtube, oder per E-Mail Marketing, viele von uns kennen die Namen der Branche, die von Ihren Einnahmen per “Video Beleg” berichten, oder von ganz einfach erzielten millionenschweren Umsätzen sprechen.

Auch ich schaue mir diese zum Thema gerne an und beobachte, was online bei Youtube passiert, besuche Webinare, und ja, das ein oder andere Tool, die ein oder andere Software, habe auch ich bei Bedarf erworben.

Vom Traum eines eigenen Online Marketing Business

Ein Online-Marketing Business aufzubauen ist der Wunsch und das Ziel vieler geworden. Zu schön ist die Aussicht auf regelmäßige Umsätze vom eigenen PC oder Laptop aus.  Dabei liegen zumindest theoretisch die Vorteile auf der Hand:

  • Mit geringem Startkapital möglich
  • Arbeiten von zu Hause oder unterwegs
  • Sein eigener Herr und selbst verantwortlich sein
  • Unabhängigkeit von anderen
  • Verkaufen ohne persönlichen Kundenkontakt.
  • Keine Investitionen in teure Waren
  • nicht einmal eigene Produkte sind notwendig (Affiliate Marketing)

Alles wirkt in der neuen Internetwelt möglich und scheinbar gibt es keine Grenzen.

Oft stellt sich dabei die Frage, warum macht es dann nicht jeder?

Kann es jeder? Kann sich jeder ein Online Marketing Business aufbauen?

Für die Antwort möchte ich etwas ausholen um die Frage zunächst mit einem eindeutigen “Jein” zu beantworten.

Nun, ich selbst bin seit knapp 30 Jahren selbständig. Ich habe vieles in meinem Leben versucht, teilweise mit großem Erfolg, habe aber auch mit Misserfolgen zu tun gehabt.

Ob als Geschäftsführer der eigens entwickelten GmbH, oder per Einzelfirma im In- und Ausland, ich durfte lernen und feststellen, dass manche Dinge eben oftmals nicht so einfach sind, wie diese zunächst erscheinen mögen.

Online-Marketer als Dienstleister oder zum Eigennutz.

Im wesentlichen gibt zwei grundlegende Möglichkeiten sich mit Online Marketing zu beschäftigen und Einnahmen zu erzielen:

  1. Online Marketing als Dienstleistung
  2. Online Marketing zum Eigennutz

Während die Dienstleistung die klassischen Abläufe in einem Dienstleistungsunternehmens erfordert, z. B. Kundenakquise, Angebotswesen, Kundenkontakt, Briefing, meist persönliche Kundenkontakte vor Ort, etc, wird Online Marketing alternativ auch dahingehend verstanden, dass sich Einzelkämpfer ( Online-Marketer) im Netz eine eigene Existenz mit eigener Vermarktung aufbauen, verbunden mit der Hoffnung auf wachsendem Erfolg, später sogar im Team mit Mitarbeitern. Zentraler Begriff hier ist oftmal der Wunsch sich automatisiert ein “passives Einkommen” aufzubauen.

Was genau tut ein Online Marketer eigentlich?

Wenn ich im folgenden einmal die Dienstleistung ausklammere stellt sich diese Frage natürlich.

Ein Online Marketer der Online Marketing nutzen will, um sich ein eigenes Einkommen aufzubauen, beschäftigt sich im wesentlichen damit auf irgendeine Art und Weise Produkte anderer, oder die eigenen zu verkaufen. Dies geschieht häufig nicht in eigenen Shop oder auf Marktplätzen sondern über Empfehlungen und Werbemaßnahmen.

Die bekanntesten Wege sind hier natürlich:

  • Affiliat-Marketing ( mit z.B. Nischenseiten)
  • Bloggen
  • Social Media Aktivitäten
  • E-Mail Marketing mit Marketing Automation und Listenaufbau (E-mail-Listen).

Der Punkt, der solche Aktivitäten erst möglich machte, war die Technik des Affiliate Marketing im generellen. Klicks auf meine Werbung (Textlinks, oder Banner) werden gezählt und ausgewertet. Erfolgt z. B. ein Kauf (Sale) auf der durch den Klick verbundenen Seite, erhält man eine Provision für den vermittelten Kauf/ Auftrag. Ein Ablauf der ohne manuelles Eingreifen auf beiden Seiten automatisiert funktioniert.Provisionen und deren Höhe können dabei so unterschiedlich sein wie es Anbieter im Internet gibt. Ganz sicher sind hier die Unterschiede in den jeweiligen Branchen enorm.

Amazon als Online-Shop-Gigant führt Produkte aus enorm vielen Branchen und zahlt Provisionen zwischen 2 und 10 % aus ( 2% bei Elektronikartikeln und bis zu 10% bei Kleidung und Schuhen).

Dies scheint zunächst gering, zieht man aber die Markenbekanntheit und das inzwischen vorhandene Verbrauchervertraue mit ein, sind viele “weiterheleitete Kunden bereit, ein zunächst gesuchtes Produkt hier zu erwerben.  Dieses ist ein bekanntes und bewährtes Verfahren im Online Marketing.

Die logische Schlußfolgerung daraus ist, dass viele Online Marketer extra zu diesem Zweck Internetseiten erschaffen, um im Internet gut gefunden zu werden. Seitenbesucher werden hier of beraten und informiert, in der Hoffnung, dass die Seitenbesucher in möglichst großer Zahl die zur Verfügung gestellten Links zu Amazon klicken und dort kaufen.

Um in den Suchmaschinen bei Suchergebnissen nicht mit den Branchenriesen im Wettbewerb zu stehen dienen hier kleinere Märkte mit kleineren aber noch immer ausreichendem Kundeninteresse als Basis für die “Nischenseiten”.

Der Bereich der Nischenseiten hat eine Art Hyp (Andrang) auf interessante Suchbegriffe und Themen im Internet ausgelöst. Hunderte, ja tausende von Nischenseiten aller Art entstehen aktuell, oder sind bereits online. Nahezu täglich werden es immer mehr.

Ja, es gibt Online-Marketer, die Ihr regelmäßiges Einkommen mit Nischenseiten erzielen. Allerdings liest man in Foren und erfährt in persönlichen Kontakten häufig, dass die große Mehrheit nur wenige Hundert Euro im Monat erzielt. Da der aufwand häufig aber recht groß ist, steht fest, dass Nishenseiten nicht das enzsjheidende Instrument für Millionenumsätze der Online-Marketer sind.

Die Idee der Nischenseite meiner Einschätzung nach ein “gehbarer Weg”, aber letztendlich nicht ausreichend zu ende gedacht, denn es gibt noch mehr dazu zu sagen:

Digitale Produkte sind die richtige Schlußfolgerung im Online Marketing

Während im klassischen Handel mit echten, also physischen Produkten für Vermittler Provisionen mit bis zu 10 oder 12% die obere Grenze bilden, ja 2 – 5% eher der Regelfall sind, sieht das bei einer anderen Art von Produkten schon ganz anders aus.

Digitale Produkte zu bewerben, kann oft Provisionen von 20, 30,50 oder sogar im Einzelfalle bis zu 70% bedeuten.

Das klingt zu schön um wahr zu sein?

Mag sein, aber es entspricht den Tatsachen und ist in der Branche wohl bekannt.

Um es nochmals zu betonen: Bewirbt man ein digitales Produkt, von zum Beispiel 99 Euro Endkundenpreis, erhält man nicht selten eine Provision von knapp 50 Euro.

Unter dem Aspekt, dass man ja nicht Eigentümer oder Entwickler dieses Produktes ist, darf man das sicherlich schon eine enorm hohe Provision nennen. Insbesondere dann, wenn Produkte, wie Online Kurse, Videokurse, Online Coachings oder andere oftmals mehrere hundert Euro Kosten und auch tatsächlich online vertrieben werden.

Verkaufe ich ein solches Produkt täglich und erziele damit vielleicht sogar 125 Euro Provision, sind das im Monat bereits mehrere tausend Euro, in diesem Beispiel 30x 125 = 3750 Euro.

Solche Zahlen lassen natürlich verstehen warum man von passivem Einkommen spricht, schließlich darf auch noch mehr verkauft werden.

Wie schaffen Online-Marketer als Anbieter es, solche hohen Provisionen auszuschütten?

Nun im ganzen Bereich Online Marketing ist diese Frage relativ einfach zu beantworten

  1. Digitale Produkte, einmal erstellt, sind endlos vorhanden
  2. Es bedarf keiner Lagerung
  3. Bestandsverwaltungen sind nicht nötig
  4. Es ist keine Logistik für Verpackung oder Versand nötig

Die größten Umsätze der Online-Marketer allerdings sind eigene Produkte.

Wie so oft im Leben und besonders im Handel verdient derjenige am meisten, der am Anfang einer Kette sitzt. zumindest ist dies hier im besonderen Maße der Fall.

Die Königsdisziplin im Onlinehandel ist das eigene digitale Produkt und kann nur noch übertroffen werden, wenn man von solchen Produkten gleich ein ganzes Sortiment für verschiedene Branchen hat.

Der wichtigste Punkt allerdings scheint mir die Vervielfältigung der Umsätze durch Affiliate-Partner (andere Online Marketer).

Klar ein Anbieter erhält 100 % der Verkaufssumme, wenn er keine Provisionen ausgeschüttet. Bei unserem Beispiel oben z.B. 99 Euro (Kosten für Zahlungsabwicklung einmal außen vor). Allerdings erhält er 4 x 50 %, wenn er 4 Affiliate-Partner hat, die sein Produkt bewerben. Das sind in diesem Beispiel zwar nur 4 x 49,50  = 198 Euro, aber die Erfahrung zeigt, dass gute digitale Produkte gerne von vielen beworben werden und die Anzahl der aktiven Affiliate-Partner leicht eine Zahl von 50 Affiliate-Partnern überschreiten kann.

Man stelle sich nur vor, wenn hunderte von Partnern diese Produkte bewerben.

Nun, eine solche Zahl von Partnern im Affiliate-Bereich lassen sich natürlich nicht mit 2 – 10 % Provisionen erzielen. Die hohen Provisionen machen das Bewerben solcher Produkte schließlich erst attraktiv und die Anzahl der Partner hoch.

Zusammenfassend läßt sich schon einmal an dieser Stelle sagen, dass sich für jeden Online-Marketer im Bereich digitaler Güter und Leistungen bedeutend mehr Geld verdienen lässt, als dies vermutlich mit Nischenseiten für physische, herkömmliche Produkte der Fall ist. Ausnahmen mag es immer hier geben, aber die grundlegende Situation ist mit Digitalen Produkten zunächst eine bessere.

Für interessierte muß das Ziel also lauten eine gute Idee in ein Digitales Produkt zu wandeln und mit möglichst vielen Affiliate Partnern möglichst viele Verkäufe zu erzielen.

Dennoch, nicht jeder wird als Online-Marketer erfolgreich sein

In den 80er Jahren war es die Werbung Ziel vieler junger Leute, als es um Berufswünsche und auch um eine mögliche Selbständigkeit ging. Über die 90er bis hin zu den 00er Jahren veränderte sich der Trend hin zu internetlastigen Agenturen und dem Berufsbild von Webdesignern.

Heute ist das Berufsbild des Online-Marketers zwar kein Ausbildungsberuf oder gar Studium, aber viele gerade junge Leute verstehen die Grundidee dahinter und werden auf selbständige Art und Weise aktiv. Es scheint ja auch recht einfach zu sein und die Vorteile liegen auf der Hand. Jeder kann sich Online Marketing Experte nennen, auch jede Agentur kann das.

Aber, …

Vieles im Leben hat immer auch eine Kehrseite.

Es herrscht Goldgräberstimmung bei vielen jungen Leuten und viele schaffen es, sich Ihren Teil vom Ganzen zu nehmen.  Aber es gibt eben auch sehr viele, die es nicht schaffen, oder nur wenige hundert Euro verdienen.

Auch Online Marketing erfordert viel Fachwissen und Erfahrung im Umgang mit entsprechenden Softwarelösungen, usw. Online Marketer sind oftmals genau die, die sehr viel arbeiten und oft auch viel Zeit und Geld investieren, bis sich der erste Erfolg einstellt.

Ich kenne keinen seriösen Online Marketer, der behauptet, dass ein passives Einkommen leicht verdient ist und mal eben vielleicht sogar nebenbei “eingerichtet” ist.

Wer dies glaubt ist ganz sicher in dieser Branche falsch und wird ganz sicher nicht zu den zukünftigen Erfolgsgeschichten im Online-Marketing gehören und die Karriere als Online-Marketer verläuft sich im Sande, wie es leider häufig der Fall ist.

Meine Empfehlung für Online-Marketer: Marktplatz für digitale Güter

Wo bekomme ich Affiliate Partner oder digitale Produkte her?

Im deutschsprachigen Raum gibt es dazu einen Partner der sich genau darauf spezialisiert hat, Digistore24. Ein Eintrag ist aktuell kostenlos und Du solltest Dich direkt dort registrieren und umschauen.

Mein Tipp: Bei der kostenlosen Registrierung unbedingt den Haken für Affiliate und Vendor setzen! Nur dann ist man für Produkte von anderen, aber auch für eigene sofort freigeschaltet.

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